der kongress der ehemaligen

text, regie: Damian Popp

 

spiel: Amelie Willberg, Shehab Fatoum, Clara Schwinning, Fabian Hagen, Carlotta Hein, Constantin Gerhards

Theaterzentrum, bochum (2019)

1/10

"Ein auserwählter Kreis von 6 Elite-Aktivist*innen, die es durch ihr politisches Engagement und unter Einsatz ihres Lebens geschafft haben, sich in den “Märtyrer-Olymp” zu katapultieren. Alle 10 Jahre kommen Sie zusammen, um eine neue Protest-Ikone für den renommierten Platz im Kongress zu wählen. Jedoch muss dort, wo eine kommt, eine andere dafür gehen. Auch hier sind es “Die Ehemaligen” die entscheiden müssen, welche Person von ihnen den Kongress verlassen muss, um dem neuen Star im Protest-Himmel Platz zu machen. Wer ist es wert geehrt zu werden und wer fällt dem Vergessen zum Opfer."

Das Stück thematisiert traditionelle und moderne Inszenierungsansätze von politischen Protestaktionen. Wie wurden und werden Protestaktionen gezielt geplant und dramatisiert? Wann, wie, wo, wie lange, wie viele, welche Worte, worüber und was könnte der politische Gegner darauf antworten? Protest ist ein ewig zu inszenierender Kampf um Macht und eine Antwort auf eine vorangegangene Antwort. Protest ist ein kreativer Prozess. "Protest ist Kunst!".

Der Text und die Figuren basieren auf historischen Personen und Fällen wie z.B. Thic Quang Duc, Emily Davison, Steffen Meyn, Hannah Arendt, Oury Jalloh, Pjotr Pawlenski, "Weiße Rose", Jan Palach, "Attac" und den vielen weiteren unbekannten  - weil nicht wahrgenommenen oder in Vergessenheit geratenen - Aktivistinnen und Aktivisten der Zeit.